Aufbau mit synthetischem Knochenersatz

Seit mittlerweile einigen Jahrzehnten gibt es auf dem Markt diverse synthetisch hergestellte Ersatzmaterialien (alloplastisch), mit denen ebenfalls Knochenaufbau betrieben werden kann. Zumeist bestehen sie aus den drei Stoffen Keramik, Metall und Polymer. Meist finden ß-Tricalciumphosphate Verwendung, verstärkt kommen aber auch Materialien wie Hydroxylapatit, Trikalziumphosphat, Kalziumsulfat, Glaskeramik oder polymere Zucker bzw. Milchzucker zum Einsatz.

Synthetisches Knochenersatzmaterial kann in großen Mengen produziert werden und ist daher quasi in unbegrenzter Menge und sehr schnell für eine Transplantation verfügbar. Durch die künstliche Produktion kommt es nicht zu qualitativen Schwankungen und auch eine Verunreinigung ist nicht zu befürchten. Nebenwirkungen wie eine bakterielle Infektion können allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden, bei der Anwendung im Unterkiefer besteht die Gefahr der Nervenirritation.

Ein Nachteil synthetischen Materials ist, dass es über keine osteoinduktive Funktion verfügt, sprich: es wird keine Neubildung von Knochen induziert. Es wird daher häufig mit autogener (also körpereigener) Knochensubstanz durchmischt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob stattdessen auch vollständig auf Eigenknochen gesetzt werden kann.